Gültigkeitsprüfungen mit mehreren Bedingungen

Die Syntax der Formeln für Gültigkeitsprüfungen ist manchmal etwas verwirrend. Deshalb dieser kurze Beitrag zur Erklärung (und als Gedankenstütze für mich selbst).

Eine einfache Gültigkeitsprüfung mit nur einer Bedingung sieht z.B. so aus:

=[Zahlenfeld]>0

In einer Liste oder Bibliothek mit dieser Gültigkeitsprüfung kann ein Element nur gespeichert werden, wenn in der Spalte Zahlenfeld ein Wert größer als Null eingegeben wurde. Die Prüfung gilt also immer dann als bestanden, wenn die angegebene Formel wahr zurückliefert.

Das von Microsoft direkt auf der Seite der Gültigkeitsprüfungseinstellungen angegeben Beispiel zeigt, wie man ganz einfach zwei Spalten in die Prüfung einbeziehen kann:

=[Rabatt]<[Kosten]

Dadurch können Elemente nur gespeichert werden, wenn in die Spalte Rabatt ein kleinerer Wert als in die Spalte Kosten eingegeben wurde.

Schwieriger wird es, wenn die Formel mehrere Bedingungen enthalten soll, die entweder mit UND oder mit ODER verknüpft werden sollen. Die allgemeine Syntax dafür sieht so aus:

=AND(<Bedingung1>;<Bedingung2>)

<Bedingung1> und <Bedingung2> können dabei irgendwelche Ausdrücke sein, die entweder wahr oder falsch liefern, wie die beiden Beispiele oben. Statt AND kann natürlich auch OR verwendet werden.

Ein Beispiel: eine Liste enthält ein Zahlenfeld und eine Auswahlspalte mit den Optionen Auswahl1, Auswahl2 und Auswahl3. Wenn Auswahl1 gewählt wird, soll das Zahlenfeld eine Zahl größer Null enthalten. Bei jeder anderen Auswahl ist die Zahl egal. Die Formel dafür sieht so aus:

=OR([Auswahlfeld]<>"Auswahl1";[Zahlenfeld]>0)

Selbstverständlich können auch mehrere dieser Konstrukte geschachtelt werden, was dann z.B. so aussehen kann:

=AND(OR(<Bedingung1>;<Bedingung2>);OR(<Bedingung3>;<Bedingung4>))

Diese Prüfung gilt nur dann als bestanden, wenn <Bedingung1> oder <Bedingung2> wahr ist und gleichzeitig <Bedingung3> oder <Bedingung4> wahr ist. Natürlich können auch drei oder alle vier Bedingungen wahr sein.